Wurf 1 »Raumzeit«

Aus weißem Rauschen – der akustischen Entsprechung von „ungestaltetem“ Raum – werden rudimentäre Formen geschnitten. Daraus tritt ein musikalischer Prozess in Gang, in dessen Komposition Konsonanz und Dissonanz in einen spannungsvollen Dialog treten – nicht als Gegensätze, sondern als produktive Kräfte, die sich reiben, ergänzen, transformieren. Der Rhythmus und das Tempo machen den Faktor Mensch hörbar – auf einer subtilen Ebene kann man den Herzschlag spüren. Der letzte Intervall, das Logo,  bleibt dissonant stehen, bewegt sich aber in der Zeit vorwärts und transformiert sich zunehmend in eine quantifizierte, digitale Form und deutet so den voranschreitenden Prozess in Richtung eines virtuellen, vernetzten Raumes an.

Wurf 2 »Haptik«

Der zweite Entwurf beschäftigt sich mit dem Hörbarmachen von Material – in gewisser Weise Hören mit Anfassen. So gut wie alle Sounds basieren auf realen Samples wie Holz, Stein oder Metall.

Wurf 3 «Karussell«

Wir drehen uns im 3/4 Takt und schreiten dabei stolz vorwärts. Zusammen mit den orchestralen Anteilen können wir die lokale Verwurzelung in Wien hören. Das Logo ist wieder ein Spiel zwischen Dissonanz und Konsonanz.